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09.11.2023

atomstopp: Paukenschlag - Aus für SMR/Schrumpfmeiler-Projekt von NuScale Utah/USA
Bereits Anfang des Jahres mussten die Betreiber des gut subventionierten Projekts eingestehen, dass der Zielpreis aus den geplanten sechs Reaktoren wohl um 53% höher liegen wird, als die ursprünglich geschätzten 58 Dollar/MWh. Gestern gab der Energiekonzern NuScale Power nun das Ende des Projekts bekannt.

"Für uns Kritiker_innen der wahnwitzigen SMR/Small Modular Reactor-Technologie stellt es eine Bestätigung dar, für die Betreiber ist es wohl ein ganz harter Schlag - geht doch damit auch der Traum vom ehrgeizigen Vorhaben zu Ende, mit den geplanten sechs Schrumpfmeilern mit insgesamt 462 Megawatt Leistung ein Vorzeigeprojekt zu schaffen. Gemeinsam mit der Utah Associated Municipal Power Systems (UAMPS) wollte NuScale Power den weltweit ersten kommerziell betriebenen Kraftwerkkomplex entwickeln, 2030 sollte er in Betrieb gehen und man hoffte darauf, Anlagen in Tschechien, Rumänien, Kasachstan, Polen und der Ukraine errichten zu können. Nun ist NuScale aber zum Vorzeigeprojekt an Stranded Costs geworden!", berichtet Geschäftsführer Herbert Stoiber von atomstopp_atomkraftfrei leben! in einer ersten Reaktion auf das Bekanntwerden des Scheiterns des weltweit am weitesten gediehenen Schrumpfmeiler-Projekts.

"Mit dem vorzeitigen Ende dieser Modell-Anlage verliert die Atomindustrie auch ein Werbeprodukt einer ,neuen' AKW-Generation, die laut Atom-Lobby schnell und günstig das Klima retten sollte. Beide Argumente sind somit als unrichtig belegt: Weder ist eine schnelle Stromprdouktion zu erwarten noch ein wirtschaftlich sinnvoller Strompreis. Befürworter_innen dieser ,neuen' Nukleartechnologie, an der in Wahrheit seit den 1950-er Jahren geforscht wird, sollten endlich vollumfänglich eingestehen, dass die Erwartungen nicht erfüllt werden können. Ganz besonders die EU-Kommission sollte aus der Erfahrung mit dem hochambitionierten NuScale den einzig richtigen Schluss ziehen - nämlich, dass Atomkraft generell nicht als Maßnahme gehen die galoppierende Erdüberhitzung geeignet ist!", so Stoiber abschließend.